Recht, Steuern und Versicherungen

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Steuern

Höhere Vergütungsgrenze für bezahlte Sportler

Das Bundesministerium der Finanzen (BMF) hat die Vergütungsgrenze für bezahlte Sportler angehoben und den Anwendungserlass zur Abgabenordnung (AEAO) zum § 67a Abgabenordnung (AO) geändert.

Sportliche Veranstaltungen gehören dann zum steuerbegünstigten Zweckbetrieb, wenn die Einnahmen aller in einem Jahr durchgeführten sportlichen Veranstaltungen nicht mehr als 45.000 € betragen und an den sportlichen Veranstaltungen keine bezahlten Sportler teilgenommen haben.

Die Finanzverwaltung hat zur Vereinfachung eine pauschale Grenze festgelegt, wann ein Sportler als bezahlter Sportler gilt. Diese pauschale Grenze betrug bis zum 31.12.2019 insgesamt 4.500 € jährlich, monatlich 400 € im Durchschnitt.

Ab dem 01.01.2020 wurde diese pauschale Grenze auf 5.400 € jährlich, monatlich 450 € im Durchschnitt, angehoben (AEAO, Ziffer 32 zu § 67 a, BMF-Schreiben vom 20.12.2019, Az. IV A 3 – S 0062/19/10010). Bei dieser Grenze (450 € im Durchschnitt) handelt es sich um einen pauschalen Aufwandsersatz, der nicht als Vergütung behandelt wird.

ACHTUNG:
Die Vergütungsgrenze für bezahlte Sportler dient ausschließlich für die Einordnung der Sportveranstaltung in den steuerbegünstigten Zweckbetrieb oder den steuerpflichtigen wirtschaftlichen Geschäftsbetrieb.

Zahlungen über 200 € monatlich (Nichtaufgriffsgrenze für Amateursportler) sind grundsätzlich lohnsteuer- und sozialversicherungspflichtig.

Sportler des Vereins sind aktive Mitglieder des Vereins, die für den Verein auftreten, egal ob im Einzel- oder Mannschaftssport (AEAO Ziffer 31 zu § 67a AO).


Quelle: Edgar Oberländer, Vorsitzender des Landesausschusses für Recht, Steuern und Versicherung (LA-RSV)