Vereinsmanagement

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Einen Sportverein gründen

Sieben Personen sind nötig, um einen Verein zu gründen. Foto: Markus Wimmer

Auf den ersten Blick ist die Gründung eines Sportvereins nicht schwierig. Welche Formalien erfüllt sein müssen, erfahren Sie auf dieser Seite. Da aber einige grundsätzliche Entscheidungen, genannt seien hier die Bereiche Abteilungen, Datenschutz, Gemeinnützigkeit oder auch die Beschäftigung von Übungsleiter/-innen im Vorfeld der Gründung geklärt sein sollten, haben wir  hier  Informationen gesammelt, die vor der Gründung eines Vereins bedacht werden sollten.

Gründung

Zur Gründung eines Sportvereins ist eine Gründungsversammlung durchzuführen, über die ein Protokoll angefertigt wird - das Gründungsprotokoll.
Das Gründungsprotokoll soll folgende Punkte enthalten:

  • Ort und Zeit der Gründung
  • Die Anzahl der Personen und deren Absicht (einen Verein zu gründen)
  • Wahl von Versammlungsleiter/ -in und Schriftführer/ -in
  • Vorstellung der ausgearbeiteten Satzung (hierzu kann die Mustersatzung des Landessportbundes Hessen verwendet werden).

Die Anwesenden müssen folgende Beschlüsse fassen:

  1. Den Verein (Namen geben) zu gründen
  2. Ihm die vorgetragene Satzung zu geben
  3. Einen Vorstand zu wählen (Wahl nach Satzung, der neu gewählte 1. Vorsitzende übernimmt die Versammlungsleitung *
  4. Die Versammlung legt die Beiträge fest *
  5. Die  Versammlung beschließt über die Beantragung der Gemeinnützigkeit beim zuständigen Finanzamt und die Eintragung beim Amtsgericht **
  6. Die Versammlung beschließt über den Anschluss an den Landessportbund Hessen e. V. und seine zuständigen Verbände **
  7. Das Gründungsprotokoll wird von den in der Satzung dafür vorgesehenen Personen unterschrieben
    (z. B. 1. Vorsitzender und Schriftführer)
  8. Die Satzung wird von allen Gründungsmitgliedern unterschrieben

Gemeinnützigkeit und Eintragung beim Amtsgericht

Parallel zum Aufnahmeverfahren beim lsb h sollte der Verein beim zuständigen Finanzamt die Gemeinnützigkeit beantragen. Dies kann formlos unter Vorlage eines Gründungsprotokolls und einer Satzung geschehen. Da bei neuen Vereinen noch keine Kassenberichte vorhanden sind, prüft das Finanzamt zunächst nur die formellen Voraussetzungen, d. h. die Gemeinnützigkeitsaussagen der Satzung.

Für die Eintragung beim Amtsgericht sind folgende Dokumente erforderlich:

  • Eine Kopie des Gründungsprotokolls (aus der sich auch die Vorstandswahl ergibt)
  • Die Urschrift der Satzung - unterschrieben von den Gründungsmitgliedern (mind. 7 Pers.)
  • Eine Kopie der Satzung

Die Anmeldung ist vom Vorstand nach § 26 BGB (vertretungsberechtigter Vorstand) vorzunehmen. Die Unterschriften unter der Anmeldung (nicht Satzung!) sind vom Ortsgericht oder einem Notar beglaubigen zu lassen. Da die Gemeinnützigkeit angestrebt wird, sollte in der Anmeldung "vorläufige Gebührenbefreiung" beantragt werden. Es sind dann nur die Veröffentlichungsauslagen für die Eintragung zu zahlen. Nach Anerkennung der Gemeinnützigkeit muss die Bescheinigung dem Amtsgericht als Kopie vorgelegt werden, da sonst die Gebühren nachzuzahlen sind.

Da Hinweise und Fakten dem Wandel der Rechtsprechung und der Gesetzgebung unterliegen, kann für die oben aufgeführten Informationen keine Haftung übernommen werden. Wir empfehlen im Einzelfall ergänzend steuerlichen oder rechtlichen Rat einzuholen.

* = Sofern in der Satzung nichts anderes vorgesehen ist.
** = diese Beschlüsse entfallen, wenn sie in der Satzung bereits vorgesehen sind.