Recht, Steuern und Versicherungen

Recht, Steuern und Versicherungen

Recht

Datenschutz

Vereine, in denen mehr als neun Personen regelmäßig im Rahmen ihrer Vereinstätigkeit Zugang zur
Vereins-EDV haben oder personenbezogene Daten aus der EDV nutzen (z.B. auch Übungsleiter, die sich Teilnehmerlisten ausdrucken lassen), sind gesetzlich verpflichtet, einen Datenschutzbeauftragten zu berufen.
Die Daten ihrer Mitglieder zu schützen ist eine wichtige Aufgabe der Vereinsvorstände.
Diese sind ehrenamtlich tätig und haben in der Regel nicht die finanziellen und personellen Voraussetzungen wie kommerzielle Vereine oder Firmen. Vereine ohne Datenschutzbeauftragte sollten aber zumindest eine verantwortliche Person im Vorstand benennen, die sich mit der Datenschutz-Thematik befasst.

Das Gesetz gibt vor, dass die betreffenden Personen fachkundig und zuverlässig sein müssen. Sie dürfen den Führungsgremien, bei den Vereinen dem Vorstand, nicht angehören und nicht für die Vereins-EDV verantwortlich  sein. Sie müssen den Vorstand beraten und den Verein in Sachen Datenschutz beaufsichtigen. Erfahrungsgemäß  bieten sich in allen Vereinen zahlreiche Personen, insbesondere diejenigen, die im Umgang mit elektronischen Daten Erfahrungen haben, an, als Datenschutzbeauftragte zu agieren.

Die Bereitschaft, diese Tätigkeit zu übernehmen, ist dabei oft größer als zur Übernahme anderer Vereinsämtern, denn die Aufgabe als Datenschutzbeauftragter ist zwar wichtig und interessant, aber nicht sehr zeitaufwändig.

Mehr Informationen

Wer sich gerne eingängiger mit diesem Thema beschäftigen möchte,  der findet umfassende Informationen auf der Seite des Hessischen Datenschutzbeauftragten und im Arbeitspapier "Datenschutz im Verein" des Landesbeauftragten für Datenschutz in Baden-Württemberg.

Dr. Frank Weller, Vorsitzender des Landesausschusses für Recht, Steuern, Versicherung (LA-RSV) und Spezialist zum Thema Datenschutz, bietet auf seiner Homepage ebenfalls viel Wissenswertes zum Thema an.
Außerdem ist er einer der Autoren des Buches „Datenschutz für Vereine – Leitfaden für die Vereinspraxis“, ISBN 978-3-503-12689-7, das anschaulich und mit vielen Praxisbeispielen erläutert, warum Datenschutz kein Selbstzweck ist, sondern  verantwortliches, transparentes Handeln gegenüber Mitgliedern, Spendern und anderen Dritten bedeutet.