Beratung und Förderung

Beratung und Förderung

Vereinsberatung vor Ort

Fallbeispiel: Kooperation

Ausgangssituation

In einer Gemeinde mit rund 8.000 Einwohnern gibt es drei Sportvereine. Bislang konnten die Sportstätten der Gemeinde kostenfrei durch die Vereine genutzt werden. Um die kommunale Haushaltslage zu verbessern, beschließt die Gemeinde zukünftig Nutzungsgebühren zu erheben. Zudem sollen die Zuschüsse für die Vereine gekürzt werden.

Grund für die Beauftragung einer Vereinsberatung

Die drei ortsansässigen Vereine sehen sich in ihrer Existenz bedroht. Die geplanten Nutzungsgebühren und die Reduzierung der Bezuschussung treffen alle Vereine im gleichen Maße. Keiner der Vorstände kann sich vorstellen, dass eine entsprechende Erhöhung der Mitgliedsbeiträge auf die Akzeptanz seiner Mitglieder stoßen wird. Obwohl die Vereine eine historisch gewachsene, liebevolle Abneigung untereinander hegen, beschließen die Vorstände gemeinsam das Beraterteam zu engagieren.

Vorbereitung der Vereinsberatung

Im Vorfeld des Workshops wird, mit den Funktionsträgern (geschäftsführende und erweiterte Vorstände) aller drei Vereine einzeln, eine Ist-Analyse erarbeitet. Mittels Erhebungsbögen zu Mitgliederentwicklung, Finanzen, Angeboten etc. sowie einer Umfeldanalyse wird die aktuelle Situation für alle Teilnehmer des Workshops transparent gemacht.

Ablauf der Vereinsberatung

Im Rahmen des Workshops, bei dem nun die Vertreter aller Vereine teilnehmen, werden die Ergebnisse der Vorbereitungsphase vorgestellt. Diese Resultate helfen den Verantwortlichen die Angebote und Leistungen aufeinander abzustimmen. Damit lassen sich die vorhandenen Ressourcen gemeinsam und sinnvoll nutzen. Zudem können die Kosten auf ein Mindestmaß reduziert werden.

Ergebnis der Vereinsberatung

Am Ende des Workshops liegt der Entwurf eines Kooperationsvertrags auf dem Tisch, der die Zusammenarbeit der drei Vereine untermauern soll. Außerdem wurden viele andere Kooperationsmöglichkeiten im sportlichen, administrativen und gesellschaftlichen Bereich erarbeitet, die zukünftig in Angriff genommen werden sollen. Viel wichtiger erscheint es den Beratern allerdings, dass die Vereine näher zusammengerückt sind und ihre gewachsenen Vorbehalte über Bord geworfen haben. 


Autorin: Daniela Herrlich